Rund 1.100 Stromunternehmen kämpfen derzeit deutschlandweit um die Gunst der Kunden. Im Vergleich zu anderen Branchen zeichnet sich der Strommarkt durch eine eher geringe Kundenbindung aus. In den letzten zwei Jahren haben 19 Prozent der deutschen Privatkunden ihren Stromversorger gewechselt. Dabei haben nach einer aktuellen Untersuchung von TNS Infratest die großen Überregionalen und die Stadtwerke die größten Verlustpotentiale.
Der Preis ist nicht der einzig entscheidende Wechsel- oder Treuefaktor. Statt auf Kundenbindung einzugehen, verhindern viele Energieversorger die Frage: Was will der Kunde eigentlich? Das SWI (Sozialwissenschaftliches Institut Schad) stellt in einer aktuellen Studie fest, dass im Kontakt mit potenziellen Neukunden bei 60 Prozent der Gespräche die Mitarbeiter nicht individuell genug berieten. Nur etwa die Hälfte der Antworten ging auf alle Inhalte der Anfragen bei dem Kontaktkanal E-Mail ein. Ein großes Manko besteht zudem in einer detaillierten und verständlichen Rechnungserklärung.




